Take Abe (Klangkunst aus Japan) im Baensch-Studio und Cosmic Kaspar (Berlin)

Der japanische Multiinstrumentalist und Künstler Takehiko Abe, der zusammen mit J. Murone als Take Abe seit 2008 Musik macht, gab am Samstag 11.August 2018 um 20 Uhr ein exklusives Konzert in den phantasievoll gestalteten Räumlichkeiten des COSMIC KASPAR in Berlin-Mitte. Das Baensch-Studio hat die Termine in Berlin und Bayreuth mit Visuals begleitet und supported.  Das japanische Künstler-Duo präsentierte  elektronische Soundcollage aus ihren 3 meditativen Alben. Neben den Keyboard & Gitarrensounds wurden auch Weingläsern und einem Stück Pappe, welches der Künstler vom letzten Auftritt in Potsdam aufbewahrt hatte, Klänge entlockt. Um in die Jules Verne inspierten Räume des Cosmic Kaspar zu gelangen, musste man durch die Bar „Mein Haus am See“ in die Kellerräume abtauchen, hier wurde das entzückte Publikum von Seifenblasen und Fischen empfangen. Neben kalten Getränken warteten die Künstler im Secret Garden in ihrer Zirkus-Cosplay-Optik darauf ihr Publikum auf ihre musikalische Reise zu entführen.

Das Konzert im Baensch-Studio war für die Musiker und Gäste, wegen der ungewöhnlich heißen Tage, eine echte Herrausforderung. Fans begaben sich auf eine weite Reise. Trotz Biergartenverlockungen und Festpielwirbel fanden sich musikbegeisterte Bayreuther im Baensch-Studio wieder. Mit Flyer-Fächern bestückt und Ventilatorfrischluftbrise im Gesicht, konnten sich die Besucher ganz der Musik hingeben. Besonderes Highlight im Studio war tags zuvor der Japan Talk mit den Künstlern. Es wurden Videos und Fotos über das Leben in der 35Millionenmetropole Tokio präsentiert, badende Affen, stille Vulkane, über Japanisch Märchen von Katzenparadiesen gesprochen und die Schwierigkeiten einen Kimono anzukleiden vorgeführt.

Das Baensch-Studio dankt dem freundlichen Team vom Cosmic Kaspar (Mein Haus am See) für die exzellente Betreuung. Den Gästen die teilweise weite Reisen auf sich genommen haben. Schwankl Sounds für Technischen Support in Bayreuth, sowie den Wiesenboten und Kulturpartner Bayreuth fürs weitersagen der Veranstaltung.

Für alle Liveterminverpasser, gibts eine kleine Foto/Videogalerie vom Konzert. Einige wenige  CD´s & Artwork von TAKE ABE zum nachhören und sehen können Sie im Baensch-Studio bestellen, oder in kürze über unseren Ebay-Shop ordern.

Infos zu Take Abe unter: www.takeabe.com

 

Baensch-Studio Ausstellungs-& Workshoprückblick

Review: Reingold.Hringurinn vikinga Aufführung im Wagner-Museum(Sonderausstellungsbereich)

Baensch-Studio gestaltete ein Aquarium Panoptikum zur Reingold.Hringurinn vikinga Aufführung im Wagner-Museum. Die Konzertante Aufführung wird am Steingraeber&Söhne Kammerkonzertflügel C-212 von Shingo Inao gespielt. Shingo Inao ist 1980 in Chiba /Japan geboren und ist studierter Klangkuenstler & Entwickler selbstgebauter Instrumente. Seine Arbeiten bestehen aus zwei verschiedenen Medien; Ausstellung und Konzert. Bei der Ausstellung ist es ihm Hauptthema, das musikalische Potenzial zwischen klingenden Materialien im Raum zu realisieren. Die Performance ist in 4 Akte untergliedert und wird außerdem von Vinyl-Mash-ups von Trashure-Island begeleitet. Zum Abend erschien eine Sonderedition eines Konzertführers.

EIN VIDEOAUSSCHNITT ZUR AUFFÜHRUNG GIBT ES AUF UNSEREM VIMEO-ACCOUNT.

 

Das Review zur Konzertante Aufführung verfasste Herr Dr. Piontek. Die komplette Rezension können Sie hier nachlesen.

REINGOLD ODER DER RING DER WIKINGER

Richard-Wagner-Museum. 27.5. 2017 //Text: Dr. Frank Piontek

Es beginnt mit einem Reclam-Heft, das keines ist. Es ist nur so klein, schmal und gelb wie ein Produkt des bekannten Verlags, in dem die Texthefte zu den Opern und Musikdramen Richard Wagners preisgünstig erscheinen. „Reingold“ steht auf dem Umschlag, Schwarz auf Weiß auf gelbem Grund. „Reingold. Gulla hringurinn Vikinganna“, zu deutsch: „Der Ring der Wikinger. Eine altnordische Dichtung in 3 Versen“, herausgegeben von „Himmelgrün. Schönes & Schlaues.“

Wo das bedeutungsunterscheidende „h“ fehlt und die Reinheit des Goldes beschworen wird, ist jene Show am rechten Platz, die im Rahmen der studentisch kuratierten „Laborausstellung“ „rifts & scratches“ den Mythos Wagner auch in Richtung „fake news“ ausmisst. Eigentlich könnte man beim „Opernbuch“ „Reingold“ von „fake olds“ sprechen, aber da es sich bei der angeblichen Entdeckung einer aus drei Liedern bestehenden, altisländischen Sage über die Beziehung des Högni (Wagners Hagen) zum dänischen König Rurik und der anhängenden „konzertanten Aufführung“ vermutlich um einen Scherz der Bayreuther Kreativlaborantin Nicole Richwald, der Iwalewa-Programmateuse Katharina Fink, des DJs Fergus Wünschmann und des Pianisten Shingo Inao handelt, passt die Chose perfekt ins Goldene Reich der Mythologie. Und da sich eh nur ein paar versprengte Wagnerianer und Jungstudies in die Hallen des neuen Wagner-Museums verirrten, fiel’s auch kaum auf.

Schade – denn die Show hatte, auch rein musikalisch, beträchtlichen Unterhaltungswert, gelegentlich sogar die Klasse einer durchaus klassischen Moderne. Man vollziehe, so Fräulein Fink, mit diesem zweistündigen Abend die Reise der Nibelungen von Norwegen nach Worms mit musikalischen Mitteln nach. Das „Opernbuch“ und seine heldenhafte wie verschlagene Historie um die Doppelgängerschaft Hagens mit Rurik, deren Wikingerbeutezügen und die Erfindung des Nibelungen- und Germanenkults durch Hagen wird an diesem Abend nicht gebraucht; es ist eine hübsche und philologisch durchaus ernsthaft und gut gemachte Beigabe für Kenner und Liebhaber.

Das „Vinyl Mash-Up“ und „Visual Design“ wird vom Baensch Studio verantwortet: mit dem behüteten Wünschmann als Silhouette vor belebten Unterwasserbildern. Dazu tönen Grieg und Holst, der Planet Mars steht für die kriegerischen Wikinger, und plötzlich erinnern die Fischströme an die tödlichen Heere isländischer Eroberer. Man vernimmt den Wunsch:„Ik will danzen“, Ases Tod dringt beklemmend schön ans Herz, Sigur Ros und Kraftwerk bieten den Soundtrack zum Schweifen durch den Raum. Nur die härtesten Wagnerianer bleiben sitzen und warten auf Erlösung durch ein bisschen Meistersound. Er kommt am Ende: wenn alle Gespräche verstummen und die Konzentration ganz auf dem Zauber des manipulierten Klavierklangs liegt.

Ein bisschen Wagner ist tatsächlich: man hört ins „Rheingold“-Vorspiel hinein, aber schier aufregend wird es, wenn der Mann am Klavier mit Hilfe eines elektroakustischen Rückkoppelungsapparats nicht nur den magischen Es-Dur-Akkord mit relativ spartanischem Grundmaterial bezwingend variiert. Inao lässt das Instrument mit Hilfe der Technik zirpen und zupfen, zwitschern und zischen, geisterhaft chorisch singen und rasselnd dröhnen. Der Blick fällt auf die Treppe von Haus Wahnfried, die vom Gartenlicht zauberisch illuminiert wird – und auf die studentische Ausstellung. „Der Wagner-Komplex“ heißt so ein Objekt. Winifred Wagners Auge funkelt ins Dunkel. Was hätte sie wohl zu derartigen Wagner-Variationen gesagt?

Dem Meister hätte es vielleicht gefallen. „Kinder, macht Neues!“, wir wissen ja, was er damit meinte. Heute abend wäre er zufrieden gewesen mit „seinem“ neuen Haus, in dem sich immerhin ein paar vorsichtige wenige Tänzer durch den Raum wagten: als optische Bewegungsmelder eines originellen und endich herrlich neutönerischen, weil zwischen Kunst und Natur vermittelnden Abends. Echt – kein fake.

(Komplett mit Bildern unter der Opernfreund )

Die Malfarbik zu Gast in der Baensch-Galerie - Ausstellungseröffnung mit Konstantin Voit

Ungefähr 30 interessierte Personen, habe von ihrem Menschenrecht Gebrauch genommen, dem Recht auf Kulturelle Bildung. Im Dialog mit dem Künstler Konstantin Voit konnten die Besucher Hintergründe für das tiefere Verständnis der Bildwerke in Erfahrung bringen oder sich in Manifeste, Biographien und tiefgründige Gespräche vertiefen. Konstantin Voit studierte bei Sigmar Polke in Hamburg und sammelt seit 1995 Schablonen. Hinter der Schablone verbirgt sich ein Konzept von 1.000 Gedanken bis zur Ewigkeit, die in der Ausstellung entschlüsselt werden dürfen. Der Umgang mit der Schablone teilt sich hier in 10 Themenblöcke, von der eine Auswahl in der Baensch-Galerie präsentiert wird. So zeigt der Themenblock 3 – die Matrix – Schablonenwerke, die überlagert und nach Mathematischen Formeln verdichtet werden, so das am Ende ein abstraktes Bildwerk entsteht. Der Themenblock 10- Equinox zeigt ein Farb- und Formbeschränkung die in ihrer Vielfältigen Variationen auf den Kreativen und Konsequenten Umgang mit der Schablone hinweisen. Die Kunst aus der Malfarbik, ist keine Konservenkunst, sondern bleibt Malerei als auch Unikat.

Die Ausstellung kann noch bis zum Do.,27.Juli 2017 jeweils donnerstags 18-20 Uhr + jeden Samstag von 11-15 Uhr (außer Juni) besucht werden.

Fragen zum Ankauf einzelner Werke, klären sie am besten bei Ihrem nächsten Ausstellungsbesuch persönlich.  Gerne auch außerhalb der Galerie-Öffnungszeiten. Schreiben sie uns eine kurze E-Mail  mit Hilfe des Kontaktformulars auf der Website.

 

Stencil-Workshop

Von ehrgeizigen Eltern und Pädagogen in den 1970er abgelehnt, schenken Schablonen doch jedem auch noch so wenig talentiertem und einfallslosen Kind ein Erfolgserlebnis. Das der Umgang mit der Schablone auch sehr kreativ sein kann, bewiesen  die Kinder im Schablonen-Workshop im Baensch-Kreativlabor.

Die Kids konnten ihre eigenen Portrait´s und Silhouetten aus Schablonen schneiden und mit buntem Kreidespray auf der Straße verwirklichen. Suchen und Finden von geigneten Youtube-Tutorials und Bildbearbeitung der Fotoportraits standen ebenfalls auf dem Programm.

Ausstellungsevent „Toleranz in Comics und Graphic Novels“

Der Ausstellungsevent  „Toleranz in Comics und Graphic Novels“ präsentierte in der Schaltentzentrale dem ehem. Popp & CO Gebäude, das Werk von rund 40 Comic-Zeichnern aus dem In- und Ausland. Ihre Bildgeschichten erzählen von Menschen, die ausgegrenzt oder gemobbt werden, von Gewalt und Macht, aber auch von Lösungen und guten Beispielen. Gezeigt wurden Werke von namhaften Künstlern; aber auch Newcomer und Zeichner aus dem Ausland werden gewürdigt. Christopher Burgholz hat eine Graphic Novel über einen „Penner“ gezeichnet; Paula Bulling dokumentierte das Leben in einem Asylbewerberheim in Sachsen-Anhalt. Johanna ‚Schlogger‘ Baumann illustrierte ein Gedicht über einen „kleinen Tod“, der ausgegrenzt wird. Simon Schwartz wiederum erinnert an das Schicksal von Matthew Henson, der 1909 als erster Mensch den Nordpol erreichte – dem jedoch aufgrund seiner Hautfarbe der Ruhm verwehrt blieb. Neben der Wanderausstellung „Tolernaz im Comic“ wurde ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Comic Wettbewerb, Percussionperformance von Faniba, Malerei des Berliner Künstlers  Jens Hunger (Berlin), sowie eie Hundewanderung um Bad Berneck mit anschließendem Ausstellungsbesuch, Vorträge und Führungen für Schulen und Ausstellungsbesucher wurden angeboten. Die Geschichte des Gebäudes Popp&Co wurden beleuchtet, in dem in der Blütezeit bis zu 800 Personen angestellt waren. Eines der Highlights war der Manga-Workshopg für Jugendliche und auch Erwachsenen, den die Japanische Mangakünstlerin Karin Nagao in den Ausstellungsräumen der Schatzentrale dem neuen Co-Working-Space für Bad Berneck durchgeführt hat.

Die Ausstellung konnte 278 Besucher an 19 Öffnungstagen mit 133 Öffnungsstunden in die noch junge Localität in Bad Berneck locken und hatte mit 18 Führungen, mit 5 Workshops, Filmvorführung und auch einer Hundewanderungen zu allen Veranstaltungenspunkten Besucher anlocken können. Wir freuen uns, das auch der Kindergarten und die Schule aus Bad Berneck mit 2 Schulklassen auf eine Führung in der Ausstellung zu Gast waren.

Möglich wurde die Ausstellungspräsentation durch die Finanzielle Unterstützunge von Demokratie Leben im Landkreis, der Kooperation von Kunst im Alten Kindergarten e.V. , dem sehr engagierten Künstlerkollektiv KüKo.e.V. und natürlich durch die Kuration& Durchführung von Baensch-Studio.

 

Den Pressespiegel finden Sie im Download:

2018-01-12-BB Stanz_Comics und Toleranz

2017-12-22-BB Stanz-Comic-Zeichner erobern die Schaltzentrale

2017-12-27-NK_Kunst in der Schaltzentrale